Ool / Stef

Re: Ool / Stef

Beitragvon Iska » Fr Mär 16, 2012 4:12 pm

Sid hat geschrieben:also alles was die SL schreibt werde ich nicht in frage stellen.


Und wenn ich dir schreibe, dass die Fußballnationalmannschaft der rosa Elefanten gestern gegen die des Vatikans 12:3 verloren hat?

Sid hat geschrieben:und ich habe keine angst vor Feuerbällen , weil ich eine drachenhaut schürze trage und
aus den köpfen mach ich das lieblingsessen von Iska aka zarak
(Hohl-)köpfe in tomatensoße


Zarrâks Lieblingsessen sind aber Dunkelelfenohren in Pilzsauce. :mrgreen:
Nehmen wir Elfenköpfe, ja? Da sind dann immerhin brauchbare Ohren dran. 8-)

Sid hat geschrieben:@Riagan: wenn meinst du? also ich schreibe wie Django aus der hüfte und mit schwung

Das richtete sich an Christopher, und nicht an dich.
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Re: Ool / Stef

Beitragvon Sid » Fr Mär 16, 2012 4:26 pm

1.)echt dachte die elefanten haben diese saison noch nie gewonnen danke für die info :-)

2.)ok nehmen wir Elfenköpfe

3.)ich weiss mich kann sowas auch nicht schocken den ich brauche meine ganze kraft zum nett sein
darf ja keine signatur haben.....
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Re: Ool / Stef

Beitragvon Riagan » Sa Mär 17, 2012 9:09 pm

Sid ich meinte unseren netten Christopher^^
Johannes Liechtenauer hat geschrieben: Vom Schilhaw.
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Re: Ool / Stef

Beitragvon Stef » Do Mär 22, 2012 3:31 pm

So, mein erstes Charakterkonzept, bis mein Goblin-Koch einsatzbereit ist, steht, jetzt würde ich mich über Meinungen freuen.

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Ool, auch einfach "O" genannt, war nicht gerade die Art von Person, welche von den Geistern des Landes mit Glück gesegnet wurde. Oder vielleicht doch, es ist ein bisschen strittig. Denn während er auf der einen Seite von schwarzen Raben geradezu verfolgt wurde, hatte er doch immer wieder das Glück gehabt, aus allen Dingen größtenteils unbeschadet heraus zu kommen, sogar die Sache mit der Vettel. Aber das ist eine spezielle Geschichte, welche an anderer Stelle erzählt werden soll.

Als vierter Sohn eines einfachen Schmiedes in Natalef hatte er in seiner Kindheit niemals irgendwelche guten Aussichten auf eine rosige Zukunft, das beste was ihm hätte geschehen können wäre eine Stelle als Gehilfe in irgendeiner Werkstatt sein können. Sein ältester Bruder würde die Schmiede erben, sein zweiter Bruder wurde in den Tempel geschickt zum lernen und sein dritter Bruder starb während eines besonders kalten Winters an einer bösartigen Lungenentzündung. Das war recht normal, denn Yarisrelm, das Land in welchem Natalef steht, ist ein Land von trostloser, eisiger Einöde, weiter Tundra, gewaltigen Nadelwäldern und hier und da einem zugefrorenem See oder Fluss. Natürlich sind die Sommer milder und es ist dann durchaus ein schönes Land, aber die Winter sind jedes Jahr wieder die größte Gefahr für alle seine Einwohner, plündernde Barbaren aus dem Norden oder erobernde Armeen aus dem Süden waren nicht annähernd so schrecklich und grausam... und werden es wohl auch nie sein.

Nicht, dass Ool ein dummes Kind gewesen wäre, oh nein, aber von seiner Familie konnte er niemals große Hilfe erwarten für seine Zukunft und die Freunde welche er hatte, derer nicht viele waren, hatten ihre eigenen Sorgen. Seine Großtante, eine Schamanin, hat ihm einmal gesagt gehabt, sie habe geträumt er sei unter einem Rabennest geboren worden, ein Sprichwort für Unglück und schlechte Kunde. Das sie diese Aussage inmitten einer vollen Taverne im vollrausch verkündet hat, so laut, dass alle welche anwesend waren es hören konnten, machte es zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeihung. Und Ool, schon immer ein missmutiges und schlecht gelauntes Kind gewesen, sog das geradezu auf. Von da an wurde er von seinen Altersgenossen nur noch "Ravki" genannt, was so viel bedeutet wie Rabenkind oder sinnbildlich Pechvogel. Das half nicht gerade dabei, sein Selbstbewusstsein oder seine Hoffnung zu stärken, was die ganze Sache nur noch schlimmer machte. Es war ein Teufelskreis, aus welchem er erst ausbrach, als er eine kurzfristige Entscheidung traf. Aber dazu später.

In Yarislef ist es Brauch und Sitte, und sogar Gesetz, dass ein jeder Boyar sich seine Diener aus dem einfach Volk aussuchen kann, welche er dann zu seinem Hof mitnimmt. Und als Ool dreizehn war, fiel die Wahl auf ihn. Wieso, das weiß keiner so genau, angeblich wollte Boyar Vadlik, sein Herr, beweisen, dass er sogar das Schicksal besiegen könne. Also packte Ool seine sieben Sachen, folgte dem kleinen Tross aus seiner Heimatstadt raus und hegte zum ersten mal Hoffnungen auf eine Verbesserung seiner Situation, wenn auch nur ein bisschen. Natürlich sollte es nicht so sein. Boyar Vadlik war ein mächtiger Krieger, ein großer Reiter, ein tapferer und charismatischer Anführer... und fand sein Ende zwei Tage später auf dem Weg zu seinem Gehöft durch den verirrten Pfeil eines Jägers. Ein Jagdunfall der alle sofort überzeugte, dass Ool seinem neuen Herrn nur Pech gebracht hatte. Kurzerhand wurde ein Scheiterhaufen errichtet und nur mit knapper Not entkam der junge Mann dem wütenden Mob. Mehrer Tage irrte er durch die Steppe, konnte gerade so vor einem Wolfsrudel fliehen und taumelte hungrig und praktisch schon tot in das Nachtlager einiger Reisender.

Er wurde gepflegt, er wurde aufgepeppelt und dann auf dem nächsten Sklavenmarkt verkauft. In diesem Moment lernte Ool, das Hoffnung nichts bringt, es sei denn man mag den Schmerz. Missmutig fügte er sich einfach in sein Schicksal, wurde auf ein Schiff verladen und wartete dort nur darauf, das nächste Unglück zu erleben. Und dann kam der Sturm.

---------------------------------

So weit der Anfang, später mehr.
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Re: Ool / Stef

Beitragvon Vargon » Fr Mär 23, 2012 12:23 pm

hey hört sich bisher ganz gut an
aber warum wurdest du von uns verfolgt :lol: (Wir sind die schwarzen Raben von Kelmm)
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Re: Ool / Stef

Beitragvon Stef » Fr Mär 23, 2012 1:15 pm

Vargon hat geschrieben:aber warum wurdest du von uns verfolgt :lol: (Wir sind die schwarzen Raben von Kelmm)


Weil ich so unglaublich gut aussehe :D

Egal, weiter im Text:


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Unter Deck der Knarr war es ziemlich schwer irgend etwas mit zu bekommen von dem was da oben vor sich ging, auch als das Schiff zu einem Spielball der Wellen wurde und von Wind und Wetter wild herum geschleudert wurde. Die Sklaven, neunzehn an der Zahl, waren eingekerkert und angekettet zwischen Fässern voller Teer und Kisten voller Pelze, Wasser auf sie herab tropfend. Es war dunkel, es war modrig, es war nass und noch dazu wurden sie wild umher geworfen von dem scheinbar ziemlich wütendem Meer. Mehrere von ihnen beteten, andere weinten, einige fluchten und schrien und Ool saß zwischen all diesen Dingen und wartete nur darauf, sein Ende zu erleben, er hatte längst aufgegeben.Wwarum sollte er beten, waren die Geister des Landes doch niemals gnädig zu ihm gewesen, ganz abgesehen davon, dass sie ihn wohl kaum noch hören konnten. Weinen brauchte er auch nicht, er war nicht verzweifelt, er war einfach nur müde und hatte keine Lust mehr. Und fluchen und brüllen? Was würde das bringen? Also saß er einfach da, starrte in die Dunkelheit und wartete darauf endlich zu sterben. Schließlich wurde das Schiff umgeworfen, die Ladung verrutschte, Teer kippte aus, Leute schrieen und wurden ineinander geworfen und dann wurde alles endgültig schwarz.

Aber scheinbar doch nicht ganz endgültig.

Als Ool wieder aufwachte spürte er weder seine Beine noch seine Arme. Seine Lippen waren zugefroren, seine Augen konnten sich kaum öffnen vor Frost. Er benötigte mehrere Minuten ehe er verstand was überhaupt los war. An ein Stück Holz geklammert trieb er im kalten Nordmeer, seine Kleidung vollgesogen mit Wasser, seine Gliedmaßen taub, seine Aussicht auf Rettung... minimal. Zusammen mit ihm am Wrackstück hing ein weiterer Körper, scheinbar die Person, welche ihn gerettet hatte, waren sie doch an den Handgelenken aneinander gekettet. Allerdings war diese Person tot, längst blau und steif gefroren. Um Ool herum trieben weitere Leichen, Wrackteile, Überreste von irgend etwas und mehrere Möwen saßen auf den treiebenden Toten, sich gütlich tuend an diesem Festmahl. Wie er da lebend wieder heraus gekommen ist hat er nie jemandem erzählt und wenn er gefragt wird, so murmelt Ool nur etwas über Nebel, Leichen und verdammte Geister. Wobei angemerkt werden muss, dass er mit Geistern wahrscheinlich keine untoten Seelen meint, sondern wohl eher die Schutzpatrone und Avatare von spirituellen und magischen Energien oder Orten.

Ausgehungert, halb wahnsinnig vor Einsamkeit und Angst, fast nackt und so gut wie tot schleppte sich Ool nach einer gefühlten Ewigkeit wieder an Land, wo er bald darauf gefunden wurde von einer Gruppe Soldaten in die nächste Stadt. Da er weder die Sprache sprach noch die örtlichen Gepflogenheiten kannte dauerte es eine halbe Ewigkeit ehe er sich zumindest ein wenig zurecht fand, so lange unter gekommen in einem kleinen, örtlichen Tempel. Die folgenden Jahre, bis zu seinem neunzehnten Lebensjahr, verbrachte er in Hafenkneipen, Glücksspielend und trinkend, oder am Hafen selber, sich als Tagelöhner durchschlagend. Nichts hielt ihn dort, aber es trieb ihn auch nichts von dort fort, er hatte keinerlei Richtung und keinerlei Drang irgend etwas aus sich zu machen. Zugegeben, das was ihm am meisten im Weg stand war er selber, doch wer kann es ihm wirklich verdenken?

Eines Tages, er hatte keine Ahnung welcher Tag es war, nach drei Tagen im Suff kommt so etwas vor, fand er sich in der Gesellschaft einer schönen Maid wieder. Er hatte absolut keine Ahnung wie das geschehen war, aber er dachte sich, mehr als schief gehen kann es ja nicht, und so vertrank und vertrieb er die Nacht mit ihr zusammen. Und als er wieder aufwachte, mit einem furchtbaren Brummschädel wohlgemerkt und geweckt mit einem Eimer kalten Wassers, befand er sich auf einem Schiff und wurde von einem ihm unbekannten Mann angebrüllt. Das war der Moment, in welchem sich Ool zwei Dinge schwor:
1. Traue keiner schönen Frau.
2. Trinke nie mehr als du verträgst.

Nicht dass die folgende Zeit schlecht war, die Reisen auf einem Handelsschiff waren definitiv besser als alles was er zuvor erlebt hatte. Er sah neue Dinge, er lernte neue Leute kennen, in ihm keimte Hoffnung auf, doch vielleicht mal ein wenig Glück haben zu dürfen. Der Kapitän und der Maat waren Bastarde welche mit der Rute nicht geizten und der Lohn war mager, aber alles in allem war es besser als alles zuvor gewesen. Er hatte Kameraden, er hatte richtige Freunde, er lernte in dem ein oder anderen Hafen äußerst ansehliche junge Damen kennen. Was nicht heißt, dass er ihnen irgendwie traute, außer sie wollten bezahlt werden, aber das ist eine andere Geschichte. Es gab viele schlechte Tage, er hasste Stürme und besonders wenn jemand über Bord ging und er verlor den ein oder anderen Freund, aber es gab auch sehr gute. Singen und tanzen und trinken in einer Hafenkneipe ist am besten, wenn du ein wenig Geld hast zum ausgeben und mit Freunden dort bist. Schlussendlich, und das war ihm von Anfang an irgendwie bewusst gewesen, konnte dieser Zustand natürlich nicht halten.

Die Sturmsaison war gerade vorrüber und das kleine Handelsschiff befand sich im Meer nördlich von Ostfin, als das Schicksal seine hässliche Fratze erneut erhob, diesmal in Form einer gewaltigen Bestie welche einen Drachen zu Frühstück verputzen würde. Ool redet nicht darüber was genau geschah und es benötigt sehr viel Vodka oder Met um ihn dazu zu bringen, zumindest ein bisschen was darüber preis zu geben. Das bisschen was man dann aus ihm heraus bekommt, ist ein zusammenhangloses Brocken aus Flüchen, gemurmelten Beschimpfungen gegen die Geister, angsterfüllten Worten und einzelnen Formulierungen wie "gewaltiges Monster", "ein Bissen", "Schatten unter Wasser", "alle tot" oder auch "Bestie der Tiefe". Zusammen mit einer Hand voll anderer Überlebender rettete Ool sich in ein Rettungsboot und gemeinsam konnten die Schicksalsgefährten beobachten, wie die Reste ihres Schiffes von titantischen Kiefern gepackt wurden und dann unter der Wasseroberfläche verschwanden. Die vier Seemänner von den ursprünglichen fünf welche es in das Boot geschafft hatten, einer von ihnen stürzte sich freiwillig in die Flut und ertrank, ruderten zwei Tage und Nächte hindurch ehe sie in Ostfin an Land gingen. In der festen Überzeugung seinen Kameraden nur Unglück zu bringen stahl sich Ool in der Nacht davon, leise in sich hoffend, einfach ein paar Plünderern zum Opfer zu fallen oder von einem streunenden Bären erschlagen zu werden. in Ostfin gibt es doch streunende Bären, oder?


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So, das wars. Fürst erste.
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Re: Ool / Stef

Beitragvon Iska » So Mär 25, 2012 4:51 pm

Ja, in Ostfîn gibt es Bären. Nicht besonders viele, aber es gibt sie. Nach ihnen ist auch der Bärenwald benannt.

Ich mag die geschichte. Hat richtig Spaß gemacht, sie zu lesen!
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