Page tree

Inhalt

Letzte Änderungen

Geboren und aufgewachsen in einem unbedeutenden Dorf an der Küste der Ostfîn (Fînaka) ging Nemeson jung ins Kloster, weil seine Familie zu arm war um alle Kinder zu ernähren. Da er seitdem praktisch keinen Kontakt mehr zu seiner Familie hat weiß er auch nicht, wie viele Geschwister er momentan hat (als er ging, waren es 2 ältere Brüder und 4 ältere Schwestern) oder ob seine Eltern überhaupt noch leben.

Sein Vater Nendon ist ein einfacher Bauer der nichts vom Leben erwartet als seinen Frieden und ab und an etwas Ruhe von der Feldarbeit. Seine Mutter Arida ist eine gutmütige und fleißige Frau.

 

Mit 5 Jahren wurde Nemeson dem Kloster der Bruderschaft des Minerion übergeben. Idyllisch auf einer kleinen Insel im Osten des Großen Sees gelegen ist das Kloster seit je her ein wichtiger Punkt in der schwachen Verteidigung der Ostfîn, da die Bruderschaft es sich zur Aufgabe gemacht hat die Schutzbedürftigen zu verteidigen und die Brüder des Klosters durch ihre magischen Fähigkeiten einen der schlagkräftigsten Teile der mageren Streitkräfte des Landes ausmachen. Im Laufe seiner Studien erhielt Nemeson von seinem Gott Minerion die Kräfte Magie zu wirken. Dem obersten Gebot des Ordens folgend, der Neutralität, studierte er eine Vielzahl von Schutz und Stärkungszaubern.

 

Mit rund 20 Jahren kämpfte Nemeson für die Bruderschaft und die Ostfîn im letzten großen Fînkrieg gegen Mundor. Dort traf er auf die Roten Drachen, eine Söldnergruppe, die Im Auftrag der Wesdfîn ebenfalls gegen Mundor geschickt worden war. Nachdem der Krieg gewonnen war sandte Nemesons Ordensmeister ihn mit den Roten Drachen um den rauen Söldnern und allen denen er auf seinen zukünftigen Reisen begegnen sollte die Lehren Minerions nahe zu bringen. Die Söldner stimmten zu, da sie seine Heil- und Rüstzauber zu schätzen gelernt hatten und auch eine weitere Klinge, die nicht am Sold beteiligt werden wollte, nicht verschmähten.

 

Ein Wendepunkt, nicht nur in Nemesons Geschichte, sondern auch in der der Roten Drachen war ein aussichtsloser Auftrag, bei dem ein Großteil der Söldner sein Leben ließ. Der Haufen war aufgerieben, die Überlebenden verstreuten sich in alle Himmelsrichtungen und der Hauptmann Jengor blieb vermisst. Die Monate vergingen und Nemeson zog, von den Schrecken des Krieges und dem gewaltigen Blutbad, das hinter ihm lag schwer erschüttert durch die Länder und lebte von der Hand in den Mund. In dieser Zeit begannen sich schwere Zweifel an seinem Leben und seinem Glauben in seinem Herzen festzusetzen und er spürte, dass ein Teil seiner Fähigkeiten schwand, je mehr er sich von Minerion entfernte.

 

Die Monate vergingen und wie es der Zufall oder das Schicksal so wollten, trafen sich im Jahre 1208 einige der ehemaligen Roten Drachen in der Taverne Zum Kippenden Krug in der Wesdfîn, nahe der Grenze zur Ostfîn, die sie früher als Hauptquartier nutzten. Es wurde beschlossen die überlebenden Söldner wieder zu versammeln und den Haufen zurück ins Geschäft zu bringen. Saranga tat sich als neue Anführerin hervor und bald kehrte auch Nemeson in der Taverne ein. Als er erfuhr, dass die Söldner wieder aktiv waren, beschloss er seinem Leben einen neuen Sinn zu geben und sich dem Haufen diesmal als vollwertiges Mitglied anzuschließen. Doch auch nachdem er nun der Bruderschaft gänzlich den Rücken gekehrt hatte blieb es ihm immer ein Bedürfnis Probleme eher mit Worten als mit Waffen zu lösen, wodurch Meinungsverschiedenheiten vor allem mit dem Ork Zarrâk nicht ausblieben. Nachdem jedoch während eines Auftrags, bei dem ein Geschäftsmann beschützt werden sollte, der eine Expedition in ein von Drow und Spinnenwesen besiedeltes Gebiet begleitete, Saranga auf umstrittene Weise den Tod fand und Zarrâk sich zum neuen Hauptmann ernannte, war Nemeson gezwungen sich mit dem Ork zu arrangieren.

 

Bei den vielen Aufträgen die Nemeson inzwischen mit den Roten Drachen ausgeführt hatte merkte er mehr und mehr wie seine magischen Kräfte schwächer wurden. Ganz besonders spürte er dies auf einer Reise auf den Kontinent Mythodea, auf dem der Kontakt zu den Göttern wohl grundsätzlich sehr schwach ist und er nur noch auf seine ureigensten Kraftreserven zurückgreifen konnte. Da er jedoch nicht gänzlich kraftlos war, wusste er nun, dass er nicht mehr auf Minerion angewiesen war: Er war offenbar auch ohne den Gott fähig Magie zu wirken. Seit dem ist Nemeson dabei, sich nach anderen Quellen der Kraft umzusehen und von anderen Magiewirkenden zu lernen. Von Zeit zu Zeit, wenn seine Aufgaben bei den Roten Drachen es zulassen zieht er sich für einige Monde zurück um verschiedene Wege der Magie zu studieren und zu erforschen um seine frühere Macht in vollem Umfang zurückzugewinnen oder sogar zu übertrumpfen.

 

Söldner / Magier

1206